OP-Indikation

Im Erwachsenenalter kann der Nabelbruch entstehen durch erhöhte Belastungen der Bauchdecke beispielsweise bei Sport, Gewichtheben oder auch während der Schwangerschaft. Oft berichten auch Patienten, dass nach einer schweren Grippe mit Husten der Nabelbruch aufgetreten sei. Der Nabelbruch kann bereits im Kleinkindalter auftreten und sollte operiert werden, aufgrund des Einklemmungsrisikos, auch bei Kleinkindern.
In jedem Fall besteht die OP-Indikation. Die Symptome der Einklemmung gehen mit Bauchschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen einher, dann sollte dringlich operiert werden.

Bei Schwangerschaft sollte die Operation, wenn keine Einklemmungsanzeichen bestehen, allerdings erst nach der Geburt des Kindes erfolgen. Bei wiederholten Schwangerschaften kann sich aus einer Nabelhernie mit unter auch eine Rectus Hernie oder sogar ein Platzbauch entwickeln. Die Schwangerschaft an sich ist eine Druckbelastung für die Bauchdecke. Zusätzlich können lang anhaltende Presswehen zum Defekt der Bauchdecke führen.

OP-Verfahren

Der Defekt der Bauchdecke muss suffizient verschlossen werden, um eine Einklemmung zu verhindern. Die Reparation des Defektes erfolgt im Kindesalter durch Übernähung. Im Erwachsenalter kann bei sehr kleinen Defekten die Reparation durch Übernähung bzw. Verschiebeplastik der Fascie erfolgen. Bei größeren Defekten wird in der Regel eine Netzverstärkung der Bauchdecke benötigt. Über die unterschiedlichen OP-Verfahren können sie sich im Detail weiter informieren über www.hernienzentrum-muenchen.de.

Operation ambulant oder stationär ?

Diese Frage wird sehr oft gestellt. Die ambulante Operation ist in der Regel beim Nabelbruch wie auch bei der Rectus Hernie ohne Probleme möglich. Außer es handelt sich um eine akute Einklemmung oder es liegen entsprechende schwere Vorerkrankungen vor, dann sollte die Operation stationär erfolgen, ebenso bei großen Bauchwandbrüchen also beim Platzbauch.

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